Es geht mal wieder um die Kindercomics von Reprodukt + Gastautorin = Teil 1
…UHUHUHUND, dieses Mal halte ich voll meine Klappe, da staunt ihr wa? Ich hab mir nämlich gedacht, Pfingsten ist doch euer liebstes Fest und zu so einem Fest braucht man eine Gastautorin, hier isse auch schon, die HilliKnixibix…
Quitzi’s Kinder-Comic-Kiste aus Berlin
Dieses Mal hat er mir 6 Comics vom Reprodukt-Verlag geschickt, die geschrieben wurden für Kinder ab einem gewissen Alter. Das gewisse Alter konnte ich bei der jeweiligen bunten Lektüre nicht heraus lesen. Das gewisse Alter ist sicher eine Frage des jeweiligen Interessens- und Wissenstandes des Kindes. So habe ich mir das am Ende des Lesens gedacht.
Und am Ende kamen auch unterschiedlich Meinungen heraus, die jeden Comic unterschiedlich in Erinnerung behält. Ich überlegte viel und lange und möchte nun an dieser Stelle die ersten 3 Comics in kurzer Form begutachten. Diese 3 fand ich jeweils schön anzuschauen und mehr oder weniger zu lesen:
© Reprodukt
Geschrieben von Emmanuel Guibert (Alans Krieg und Der Fotograf) und gezeichnet von Marc Boutavant, der auch für ein anderes, mir vorliegendes Buch seine Federn schwang. Ariol wird dem Leser oder Angucker bekannt gemacht durch einzelne Geschichtchen aus dem Alltag. Ein Alltag, der Fragen stellen lässt und Gedanken aufwirft, die die meisten Kinder im Grundschulalter, vielleicht auch schon früher, mit ins Bett und in die Träume nehmen. Hier gibt es zum Beispiel Szenen unter Freunden, die ebenfalls durch Tiere verkörpert sind, Zwiegespräche mit den Eltern und Bekanntes aus dem Schultag. Der Esel ist schlicht gezeichnet und besticht durch seine schicke Brille, die ihm ab und zu schief auf der Nase sitzt. Seine Geschichten fesseln nicht unbedingt, kommen aber immer zu einem liebenswerten Schluss, weshalb mich dieses Comic sicher noch einmal unterstützen wird, wenn ich einen kleinen Schüler mit einer kleinen Geschichte aus seiner Lebenswelt erheitern möchte.
© Reprodukt
© Reprodukt
Eine abgefahrene Geschichte, die die Fantasie der Kinder anregt und Raum gibt für Vorstellungen, die nicht mehr in erwachsene Köpfe passen. Beim Lesen dieses Comics wurde ich Zeugin eines Abenteuers, in dem der Junge Mattis die Kiste eines Zauberers findet. Eine Kiste, die Beine und Arme bekommt und zudem auch noch spricht. Alles ausschließlich erlebbar für Mattis und den Zauberer. Eltern sind hier außen vor. Text und Inhalt sind knapp gehalten, die Sprache ist leicht verständlich, die Emotionen der Protagonisten liebevoll ausgestaltet. Gerade die Tatsache, dass Unmögliches umsetzbar wird und an der richtigen Stelle mit echtem Ernst dargestellt, macht diese Geschichte zu einer zauberhaften. Zu der nicht zuletzt der Zauberer in ‚Opa-Gestalt‘ einen großen Teil beiträgt. Mit dem Lehrerinnenauge trotz Ferien empfehle ich diesen Comic Kindern im Grundschulalter als kleine Auszeit aus all der Vernunft. Aus Vernunftsgründen und damit jeder Geschichte ein gebührender Platz zukommt werden die anderen Comics gibt’s bald von mir vorgestellt. Und eines bekommt von mir eine besonders würdige Würdigung mit Würdigungssternchen.


